heute möchten wir Euch auf eine kleine kulinarisch-historische Rundreise mitnehmen und haben uns hierfür Ian Mosby von activehistory.ca als Reiseleiter gebucht:
In seinem aktuellen Blockbeitrag “Eat Your Primary Sources! Or, Teaching the Taste of History” erklärt und berichtet er auf unterhaltsam sowie lehrreiche Weise von seinem speziellen Ansatz eines handlungsorientierten Geschichtsunterrichts. In seinem Seminar hat Ian Mosby zusammen mit seinen Studierenden einen Zugang zu historischem Lehren und Lernen sowie historischen Ereignissen im allgemeinen ‘über den Magen’ versucht.
Doch lest & erfahrt am Besten selbst, wie sich historische Ereignisse wie Kriege oder Krisen in der kulinarischen Welt und dem kulinarischen Alltag niederschlagen und somit einen anderen, dennoch wunderbaren Ansatz zu historischem Lehren und Lernen bietet.
… und noch viel, viel mehr.
Wie immer gilt: Euer Future-Me & Eure Klasen werden Euch für diesen kleinen virtuell-kulinarischen Ausflug äußerst dankbar sein.
heute möchten wir Eure Aufmerksamkeit auf einen besonders gelungenen, historischen Dreiteiler zur Geschichte der USA um das Jahr 1900 lenken: Stefan Sasse hat auf dem Geschichts-Blog eine Abhandlung veröffentlicht, die es vermag die Geschichte der USA um den Jahrhundertwechsel akademisch interessant und (dennoch) gut lesbar zu präsentieren, ohne dabei nur bei “Altbekanntem” zu verharren. Nehmt Euch etwas Zeit den Dreiteiler zu studieren, um auch weniger bekannte daher aber umso erkenntnisreichere Einblicke in die Geschichte der “Supermacht” in Spe zu gewinnen:
Außenpolitik, Imperiale Ambitionen, Fremdenfeindlichkeit und der Umgang mit den “Native Americans”:
In Teil 1 startet Stefan Sasse mit dem “American Progress”, dem “American Exceptionalism”, der Gründung der einzelnen “states”, der Vertreibung der “Native Americans” sowie der Beteiligung der USA an seiten der europäischen Kolonialmächte an der Niederschlagung des “Boxer-Aufstandes” in China:
Mit der zunehmenden Verbreitung der (gar nicht mehr so) neuen Medien finden diese auch mehr und mehr Einzug in das Unterrichtsgeschehen und insbesondere in den Geschichtsunterricht. Seit einigen Semestern gibt es auch an der PH die Möglichkeit sich im Rahmen des Seminars zur Projektarbeit eingehend mit einer Form des mediengestützten Unterrichts zu befassen. Im Seminar “Projektarbeit mit Webquests” erstellen die Studierenden ihr eigenen Webquest, bzw. ihren eigenen Webinstruct. Die Studierenden recherchierten in kleinen Gruppen zu ihrem Thema und programmierten mit Hilfe von WordPress, oder Blogger ihre eigene Seite für ihren Webinstruct.
Webinstructs sind eine Methode des konstruktivistischen Lernens, die Medienbildung und Geschichtsunterricht zusammenbringt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig in kleinen Gruppen an einem Thema. Das Instruct bietet ihnen auf einer Website die meisten Informationen die sie benötigen um die Aufgabe zu lösen. In der Regel finden die Schülerinnen und Schüler eine Aufgabenstellung, eine Prozessbeschreibung, die benötigten Materialien in Form von Links oder Literaturangaben, sowie eine Evaluation auf der vom Lehrer angegebenen Webseite. Die Schülerinnen und Schüler beginnen zunächst ihre Aufgabe mit Hilfe der vorgegebenen Materialien zu lösen, später können sie eigenständig weitere Webseiten zu Rate ziehen, wenn sie diese benötigen. Der Lehrer steht ihnen nur noch als Berater zur Seite, die Schülerinnen und Schüler sollen so motiviert werden selbständig zu arbeiten und aktiv eigene Wege zu finden, die ihnen bei der Lösung ihrer Aufgabe helfen. Die Aufgabe ist hierbei relativ offen gestellt, so dass den Schülerinnen und Schülern Raum zur eigenen Gestaltung bleibt. Die Schüler sollten dabei ihre Arbeitsschritte und ihre Gruppenaktivität während und nach dem Projekt evaluieren (bspw. mit Mahara) und bekommen ein Feedback vom Lehrkörper. Wer ausführliche Informationen zum Thema Webquest und Webinstruct sucht findet sie hier.
Die von den Studierenden in den vergangenen Semestern programmierten Webinstructs beschäftigen sich zum größten Teil mit historischen Längsschnitten, sprich ein bestimmtes Thema zu verschieden Zeiten in der Geschichte. Hierbei sind vor allem die Kategorien “Dauer”, “Veränderung” und “Kontinuität” von Bedeutung. So wird in einem Webistruct das Thema “Revolutionen” anhand der Französichen, der Deutschen und der Industriellen Revolution näher beleuchtet. Einem eher nachdenklichen Thema widmet sich das Instuct zum Thema “Tod und Sterben“, welches auch fächerübergreifend mit dem Religions oder Ethikunterricht durchgeführt werden kann. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler selbsständig ihre Gruppenarbeit planen und durchführen. Hierzu wird ihnen Hilfestellung gegeben, wie es das Webinstruct zum Thema “Denkmäler” zeigt. Mit einem sehr aktuellen Thema beschäftigt sich das Webinstruct “Terrorismus“. Weitere Beispiele für gelungene Praxis sind auf dem Geschichtswiki zu finden.
Das erstellen eines Webquests/-instructs dauert verhältnismäßig lange, dafür bleiben sie in der Regel lange aktuell und es geht meistens auch nichts verloren. Es kann in mehreren aufeinander folgenden Jahrgängen verwendet werden, evtl auch von mehreren Klassen parallel, die dann ihre Ergebnisse vergleichen können. Auch der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt, aus aktuellem Anlass könnte sich ja im nächsten Semester eine Gruppe mit dem Thema “Papstwahl” auseinandersetzen.
Freitag, 8. März 2013 | Samstag, 9. März 2013
BAYRISCHE STAATSBIBLIOTHEK, MÜNCHEN
Die Mitglieder der Konferenz für Geschichtsdidaktik Prof. Dr. Marko Demantowsky (Pädagogische Hochschule FHNW, Basel/Aarau) und Dr. Christoph Pallaske (Universität zu Köln) laden alle Interessierten zu dieser Netz-Tagung ein. Dazu konnten sie renommierte Partner, wie die Körber-Stiftung (Hamburg), das Wissenschaftsportal L.I.S.A. der GerdaHenkel-Stiftung (Düsseldorf) und die Bayerische Staatsbibliothek (München)gewinnen.
Thema ist der Einsatz und die Verwendung von Digitalen Medien in Lehr-Lernszenarien an Schule und Hochschule. Dem Programm kann man folgendes entnehmen:
heute möchten wir Euere werte Aufmerksamkeit auf eine neue, vielversprechende Quelle “freien Wissens” lenken .
Spätestens ab dem dritten Semester sollte gelernt sein, dass eine Meinungsäußerung erst dann einen akademischen Wert erhält, wenn ihr bestenfalls empirische Belege zu Grunde liegen. Das hätte auch so manche(n) Minister(in) gerettet. Nun lässt bisher die kostenfreie bzw. für studentische Geldbeutel tragbare Zugänglichkeit nützlicher Belege v.a. im digitalen Sinn etwas zu wünschen übrig, zumindest solange man sich noch keine “kleine feine Sammlung” an Links etc zugelegt hat. Hierfür nun ein weiterer Kandiat:
“Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) hat nach eigenen Angaben das neue Portal wbv-open-access.de gestartet. Auf der frei zugänglichen Plattform stellt der Verlag Publikationen und Dokumente aus den Bereichen Bildung, Beruf und Sozialforschung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung.
In der Startphase bietet wbv-open-access.de nach Verlagsangaben Zugriff auf über 50 Publikationen des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), des Nationalen Forums Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) sowie des Projektträgers im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Das Angebot soll laufend ergänzt und erweitert werden.
Alle Publikationen auf http://wbv-open-access.de sind mit dem international anerkannten Verfahren Creative Commons lizensiert. ” (Quelle: Börsenblatt accessed 01.02.2013)
In diesem Sinne sei Euch wieder empfohlen auch diesen BlogPost zerebral zu speichern, um Euerem Future-Me eine große Freude in Form von eingesparter, ergebnisloser online Recherchezeit zu bereiten.
Also, schaut mal rein. Ausprobieren kostet nichts und vielleicht kommt ihr ja auf den Geschmack!
Mit dieser App könnt ihr wichtige Ereignisse kategorisieren, auf verschiedenen Ebenen arbeiten und es hat eine interessante Zoomfunktion – falls die hintere Reihe nicht mitlesen kann. Eine Anmeldung ist online nötig
Wer hat Lust und Interesse im Stadtmuseum im Prinz Max Palais im Sommersemester 2013 für Schulklassen Führungen anzubieten.
Sie erhalten pro Führung 30 Euro und wenn Sie bereit sind, an Sonntagen Gruppen zu führen, dann 50 Euro.
Die Ausstellung beginnt am 13.04.:
Emil Behr – Briefzeugenschaft vor, aus, nach Auschwitz, 1938 – 59
Im Zentrum der Ausstellung steht der Jude Emil Behr, der in einem jüdischen Altersheim arbeitete, 1944 nach Auschwitz deportiert wurde, überlebte und später als Zeuge in den Voruntersuchungen zum Auschwitz-Prozess auftrat.
Wenn Sie sich für die Führungen interessieren, wenden Sie sich bitte an mich:
liebig@ph-karlsruhe.de Betreff: Emil Behr
Sie erhalten dann genauere Erläuterungen und ich stelle den Kontakt zum Stadtmuseum her.
es ist mal wieder soweit: für viele steht die Praktikumszeit an – manche verlassen uns gar gen Referendariat (Lehramtsanwärterschaft – mea culpa) und alle eint ein Wunsch: M A T E R I A L
In unserem lebenslangen (Berufs-) Prozess vom Hamster zum Jäger & Sammler opfert der Lehrer so manche Stunde ergebnisoffen auf (Unterrichts-) Materialsuche. Hierfür möchten wir Euch heute einen besonders gelungenen Katalysator vorstellen:
Auf der einen Seite ist es eine Sammlung vieler Wikis rund um das Thema Schule & Unterrichtsmaterial in Kooperation mit einer Vielzahl anderer Wikis wie beispielsweise:
Im Projekt “Orbis” haben Wissenschaftler der Stanford University die Infrastruktur des Römischen Reichs in einer Multimediaanwendung nachgebildet: Straßennetz, Seerouten, Geschwindigkeiten zu Fuß, zu Pferd, zu Wagen. Entstanden ist ein Routenplaner, der leider 2.000 Jahre zu spät kommt.
In seiner Hochzeit umfasste das Römische Reich eine Fläche von etwa 8.300.000 km2 (zum Vergleich: Deutschland hat 357.000 km2), darunter den gesamten Mittelmeerraum. Mal einen Boten nach Spanien zu schicken oder ein Heer an die Levante dauerte seine Zeit.
Das Projekt Orbis hat den Reiseaufwand in einer Kartenapplikation fassbar gemacht. Ausgewertet wurden u.a. meteorologische Karten über Wind und Wellen, Berichte über Straßenverhältnisse oder die überlieferte Geschwindigkeit von Pferden, Ochsenkarren und Fußgängern.
Orbis umfasst 900 Seerouten mit einer Gesamtstrecke von 180.000 km und ein Straßennetz von 84.631 km. Dazu kommen 28.272 km Flüsse und Kanäle.
Interessant ist auch, dass die App die ungefähren Reisekosten ermittelt. Somit kann man das wirtschaftliche Denken der damaligen Zeit besser nachvollziehen.
Insgesamt eine gelungene Anwendung. Einfach mal ausprobieren. Mit ein wenig Planung kann man daraus eine interessante Unterrichtsstunde basteln – nicht nur in Geschichte! Gerade für die Kartenarbeit in der Geograpahie kann diese Anwendung hilfreich sein.
Die Messages sind gut verständlich und meistens provokanter als heutzutage. Einfach drüber schauen und sich einen Eindruck zu verschaffen lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur interessant im Rahmen einer Hausarbeit – auch für die Schule geeignet (Einstieg, Vergleich, …).
Eine Pressemitteilung erklärt, um welche Plakate es sich handelt und was die Motivation dahinter ist:
Das Spektrum umfasst die ältesten und wertvollsten Plakate der Sammlung, d.h. Anordnungen und Proklamationen der Alliierten vom Ende des 1. Weltkrieges 1918, Plakate aus der Weimarer Republik und Exponate vom Ende des 2. Weltkrieges. Es folgen länderübergreifend Plakate aus der Gründungszeit von den ersten Kommunal- und Landtagswahlen ab 1946, die teilweise bis in die jüngste Vergangenheit hinein reichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Plakaten aus Nordrhein-Westfalen. Die Bundestagswahlplakate, mehr als 4.500 an der Zahl, wurden komplettiert und aktualisiert. Zudem sind erstmals die Wandzeitungen der CDU von den Anfängen unter Ludwig Erhard 1964 bis zur neuesten Ausgabe zu sehen. Viele der hier aus dem Dunkel der Vergangenheit hervorgeholten Plakate dürften unbekannt oder in Vergessenheit geraten sein. Ihre Betrachtung und die Auseinandersetzung mit ihnen sollen nicht zuletzt ein neues Interesse an der Geschichte und Erforschung des politischen Plakates in Deutschland wecken und fördern.