Posts by Ulf Kerber

23. Juni 2015: Kolonialismus in der badischen Provinz-10 Jahre Forschungs- und Bildungsarbeit des Projektes freiburg-postkolonial.de

Das Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft, Abt. Geschichte lädt zu einem Vortrag mit Heiko Wegmann (Dipl. Sozialwissenschaftler) ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Kolonialgeschichte lange Zeit nur wenig erforscht oder öffentlich erinnert. Die Auffassung, der deutsche Kolonialismus sei ein nur kurzes und randständiges Phänomen gewesen, wird jedoch etwa seit dem Jahr 2000 durch theoretische Debatten sowie zahlreiche Publikationen in Frage gestellt. Neben Wissenschaft und Journalismus sind zunehmend auch lokale Initiativen Träger der neuen Erinnerungspolitik, so unter anderem in Köln, München, Heidelberg oder Leipzig.

Der Referent initiierte 2005 das Projekt freiburg-postkolonial, das sich nicht nur allgemein mit dem Thema befasst, sondern auch spezifisch der Frage des Kolonialismus in der Provinz nachgeht: Wie passen Kolonial- und Lokalgeschichte in einem Ort zusammen, der anders als Berlin oder Hamburg keine ‘Kolonialmetropole’ war? Welche Strukturen und Aktivitäten entwickelte die Kolonialbewegung hier und wie war ihre Resonanz? Wie spiegelte sich der Kolonialismus in Presse, universitärer Forschung und nicht zuletzt in Biografien wider? Welche kolonialen Spuren finden sich noch heute in Vorstellungen von Afrika oder anthropologischen und ethnologischen Sammlungen?
Die Forschung wird begleitet durch Bildungsarbeit in Form von Vorträgen, Stadtführungen und Ausstellungen. In diesem Sinne handelt es sich um ‘engagierte Wissenschaft’. In dem Vortrag werden Einsichten und Erfahrungen aus der Forschung sowie aus der Erinnerungsarbeit präsentiert.

Heiko Wegmann ist Dipl. Sozialwissenschaftler und promoviert zu einem Kolonialoffizier und -aktivisten am Arnold-Bergstraesser-Institut für Kulturforschung an der Uni Freiburg i. Br.

 

Beginn um 18:00 in Gebäude I/203.

Colonial Omissions: Themenabend von Sara Giannini und Chiara Marchini Camia Im Themenabend am 18. Mai im Prinz-Max-Palais soll die Frage nach der postkolonialen Reflektion aus unterschiedlichen Perspektiven gestellt werden: Kapwani Kiwanga (Künstlerin, Paris) wird eine Lecture-Performance halten, gefolgt von Vorträgen durch Heiko Wegmann (Freiburg Postkolonial), Dr. Peter Pretsch (Stadtmuseum Karlsruhe) und Dr. Yvette Mutumba (Weltkulturenmuseum, Frankfurt)

http://www.memoiresperdues.de/colonial-omissions-themenabend/

Freitag, 8. März 2013 | Samstag, 9. März 2013
BAYRISCHE STAATSBIBLIOTHEK, MÜNCHEN

Die Mitglieder der Konferenz für Geschichtsdidaktik Prof. Dr. Marko Demantowsky (Pädagogische Hochschule FHNW, Basel/Aarau) und Dr. Christoph Pallaske (Universität zu Köln) laden alle Interessierten zu dieser Netz-Tagung ein. Dazu konnten sie renommierte Partner, wie die Körber-Stiftung (Hamburg), das Wissenschaftsportal L.I.S.A. der GerdaHenkel-Stiftung (Düsseldorf) und die Bayerische Staatsbibliothek (München)gewinnen.

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Thema ist der Einsatz und die Verwendung von Digitalen Medien in Lehr-Lernszenarien an Schule und Hochschule. Dem Programm kann man folgendes entnehmen:

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Wer braucht schon ein Zeitleisten Tool?

Noch nie ausprobiert?? Hier ein paar Gründe, warum du es mal checken solltest und im Idealfall auch verwenden.

  • Selbstreflexion – Mach mal eine Zeitleiste über dein eigenes Leben oder ein Projekt
  • Anwendung mit ‘Boah’-Effekt in Präsentationen (Uni/Schule)
  • Gemeinsame Erstellung einer timeline mit Schülern/Schülerinnen
  • Weltgeschichte und Biographien ordentlich und einfach
  • einfach zu bedienen und reibungsloser download der Datei
  • Download Link

Also, schaut mal rein. Ausprobieren kostet nichts und vielleicht kommt ihr ja auf den Geschmack!

 Mit dieser App könnt ihr wichtige Ereignisse kategorisieren, auf verschiedenen Ebenen arbeiten und es hat eine interessante Zoomfunktion – falls die hintere Reihe nicht mitlesen kann. Eine Anmeldung ist online nötig

Reisen wie die Römer…

Im Projekt “Orbis” haben Wissenschaftler der Stanford University die Infrastruktur des Römischen Reichs in einer Multimediaanwendung nachgebildet: Straßennetz, Seerouten, Geschwindigkeiten zu Fuß, zu Pferd, zu Wagen. Entstanden ist ein Routenplaner, der leider 2.000 Jahre zu spät kommt.

In seiner Hochzeit umfasste das Römische Reich eine Fläche von etwa 8.300.000 km2 (zum Vergleich: Deutschland hat 357.000 km2), darunter den gesamten Mittelmeerraum. Mal einen Boten nach Spanien zu schicken oder ein Heer an die Levante dauerte seine Zeit.

Das Projekt Orbis hat den Reiseaufwand in einer Kartenapplikation fassbar gemacht. Ausgewertet wurden u.a. meteorologische Karten über Wind und Wellen, Berichte über Straßenverhältnisse oder die überlieferte Geschwindigkeit von Pferden, Ochsenkarren und Fußgängern.

Orbis umfasst 900 Seerouten mit einer Gesamtstrecke von 180.000 km und ein Straßennetz von 84.631 km. Dazu kommen 28.272 km Flüsse und Kanäle.

Interessant ist auch, dass die App die ungefähren Reisekosten ermittelt. Somit kann man das wirtschaftliche Denken der damaligen Zeit besser nachvollziehen.

Insgesamt eine gelungene Anwendung. Einfach mal ausprobieren. Mit ein wenig Planung kann man daraus eine interessante Unterrichtsstunde basteln – nicht nur in Geschichte! Gerade für die Kartenarbeit in der Geograpahie kann diese Anwendung hilfreich sein.

 

 

 

 

 

CC-Lizenz auf historische Wahlplakate der CDU

Die Konrad Adenauer-Stiftung hat die  Plakatdatenbank des “Archivs für Christlich-Demokratische Politik” neu gelauncht. Das bedeutet so viel wie: Alle alten Wahlplakate der CDU sind unter Namensnennung frei zu gebrauchen.

Die Messages sind gut verständlich und meistens provokanter als heutzutage. Einfach drüber schauen und sich einen Eindruck zu verschaffen lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur interessant im Rahmen einer Hausarbeit – auch für die Schule geeignet (Einstieg, Vergleich, …).

Eine Pressemitteilung erklärt, um welche Plakate es sich handelt und was die Motivation dahinter ist:

Das Spektrum umfasst die ältesten und wertvollsten Plakate der Sammlung, d.h. Anordnungen und Proklamationen der Alliierten vom Ende des 1. Weltkrieges 1918, Plakate aus der Weimarer Republik und Exponate vom Ende des 2. Weltkrieges. Es folgen länderübergreifend Plakate aus der Gründungszeit von den ersten Kommunal- und Landtagswahlen ab 1946, die teilweise bis in die jüngste Vergangenheit hinein reichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Plakaten aus Nordrhein-Westfalen. Die Bundestagswahlplakate, mehr als 4.500 an der Zahl, wurden komplettiert und aktualisiert. Zudem sind erstmals die Wandzeitungen der CDU von den Anfängen unter Ludwig Erhard 1964 bis zur neuesten Ausgabe zu sehen. Viele der hier aus dem Dunkel der Vergangenheit hervorgeholten Plakate dürften unbekannt oder in Vergessenheit geraten sein. Ihre Betrachtung und die Auseinandersetzung mit ihnen sollen nicht zuletzt ein neues Interesse an der Geschichte und Erforschung des politischen Plakates in Deutschland wecken und fördern.

 

 

 

 

 

“Was ist das denn?”,

denkt sich mancher Geographiestudent.  Bekannter ist die Kulturgeographie wohl unter dem Namen Humangeographie. Sie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Kultur auf geographischen  Raum. Wissensgenerierung beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Information zu handlungsrelevanten Daten, mit denen man weiterarbeiten kann.

‘Neue Kulturgeographie – Tagungsreihe’ veranstaltet die 10. Tagung in Leipzig und lädt alle Interessierten dazu ein. Studenten erhalten ermäßigte Preise. Tagungsort ist die Uni Leipzig im Zentrum der Stadt. Das Programm der Tagung findet ihr hier.

Themen der Tagung sind u.A.

  • Das Feld: erkunden, herstellen, nutzen
  • Forschende und beforschte Praxis – Practice Turn in der Neuen Kulturgeographie? Über Hoffnungen und Enttäuschungen in Theorie und Feld
  • Gender im Feld – „Feld“- Forschung im Urbanen SüdenKonzeptionelle und methodologische Überlegungen zur Untersuchung des Feldes des Straßenhandels in Dhaka
  • Ethographien

Also wer da nichts dazu lernen könnte… Nutzt die Möglichkeit und werdet Insider der Feldforschung.

Oft wird der Neuen Kulturgeographie mangelnde Praxisrelevanz vorgeworfen, weil sie theoriegeleitet arbeitet und auf keinen unmittelbaren Planungsmehrwert abzielt. Allerdings ist kulturgeographische Forschung dafür prädestiniert, gesellschaftliche Debatten anzuregen und zu bereichern. Sie kann inhaltliche Positionen beziehen, alternative Öffentlichkeiten herstellen und/oder Perspektivwechsel anregen, indem sie den geographischen Blick „verunsichert“. Dabei geht es zum einen um die breitenwirksame Vermittlung von Inhalten und Sichtweisen der Neuen Kulturgeographie in populärwissenschaftlichen Publikationen und Medienbeiträgen. Daneben sind aber auch „organische“ Ansätze einer public geography denkbar, die einen intensiven Dialog mit verschiedenen Öffentlichkeiten anstrebt und diese unmittelbar in die wissenschaftliche Forschung mit einbezieht.

“Das ist ein sehr schwerer Vorwurf. Ich warne Sie jetzt.”

In der Politik geht es oft heiß her – nicht nur in unserer Zeit! Die BLB hat die badischen Landtagsprotokolle aus den Jahren 1819 – 1933 eingescannt und stellt diese für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

 

Zum Stöbern und recherchieren bestens geeignet, dank Register und Suchfunktion. Einfach mal reinschauen und Interessantes aus der Region vor knapp 100 Jahren entdecken. Themen sind unter Anderem der Umgang mit Kriegsgeschädigten und den Folgen des ersten Weltkriegs allgemein, Bildung, und alles was das Leben in Baden sonst noch betraf.

Folgt einfach dem Link

 

1819 trat die Badische Ständeversammlung zum ersten Mal zusammen, 1822 zog sie in das für sie erbaute Ständehaus ein. Gemäß der im Jahr zuvor verkündeten Verfassungsurkunde für das Großherzogtum Baden setzte sie sich aus der Ersten und der Zweiten Kammer zusammen. Während die Mitglieder des Oberhauses durch die Verfassung bestimmt wurden, gingen die Abgeordneten der eigentlichen Volksvertretung aus indirekten Wahlen hervor, bevor sie ab 1904 unmittelbar von den Wahlberechtigten gewählt wurden. Von Anfang an veröffentlichten beide Kammern die Mitschriften ihrer Verhandlungen. Diese bestehen aus den eigentlichen Protokollen, den Beilagen und den Registern. Die Badische Landesbibliothek digitalisiert die vollständigen Landtagsprotokolle von den Anfängen des Landtags 1819 bis zu seiner Auflösung 1933. Die über 600 Bände werden schrittweise in die Digitalen Sammlungen integriert.

Sie können entweder direkt auf die Protokolle der 1. Kammer und der 2. Kammer zugreifen oder das untenstehende Sprecherregister als Einstieg nutzen. In ihm sind alle Mitglieder des Landtags aus der Zeit von 1869 bis 1933 mit weiterführenden Angaben enthalten und können über die „Personensuche“ recherchiert werden. Zudem sind ab dem Jahr 1899 die Reden der Abgeordneten nachgewiesen und mit den digitalisierten Seiten verlinkt.

Aktuelle Plenarprotokolle bietet der Landtag von Baden-Württemberg über seine Webseite an.

Cities und Megacities gewinnen als Forschungsgegenstand der Humangeographie immer mehr an Bedeutung. Entwicklungen, Trends und Probleme werden in dieser Sendung aufgegriffen und diskutiert.

Eine gute Mischung aus humangeographischer Betrachtungsweise und historischen Fakten. Vielleicht ist auch was für euren nächsten Unterricht dabei.   Anhören

 

Inzwischen leben in der Welt mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern wuchern die Außenbezirke der Megacities. In Europa verkommen die Innenstädte zu Konsumarealen, die nach Ladenschluss veröden. Und die Konflikte und Schwierigkeiten in den Vororten der großen europäischen Städte wie Paris, London oder Madrid unterscheiden sich nur teilweise von den Megacities außerhalb Europas. In dieser Sendung gehen wir unter anderem der Frage nach, warum bestimmte Städte und Stadtteile als gefährlich wahrgenommen werden, wir sprechen über steigende Mieten und Immobiliengeschäfte in den Szenebezirken deutscher Großstädte und untersuchen die Rolle der Großstadt in der Geschichte des Films.

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P.S.: Einfach auf der Seite stöbern, ihr findet bestimmt mehr Nützliches (Kartographie,…)