Archive for the ‘Zeitzeugen’ Category

Liebe Studierende,

Deutschland und Frankreich habens gelernt und vergleichen Ihre Stärke nurmehr im Fußball statt im Krieg, aktuell: Viertelfinale der WM2014, mit Nebenplatzscharmützeln von Siemens und Alstom. Und wo hat Siemens seinen Sitz? Exakt: München.

Wir präsentieren Euch äußerst gern die mobile Ausstellung: “ge(h)denken – Begeben Sie sich auf die Spuren des Lebensborn”: eine Smartphone App, die Euch an der Hand nimmt und durch München führt immer folgend der Maxime “auf neuen Wegen an die nationalsozialistische Vergangenheit in München erinnern.“.

München, einstige „Hauptstadt der Bewegung“ – zahlreiche Orte erinnern noch heute an die braune Vergangenheit. Doch nicht alle Schauplätze des Geschehens sind als solche erkennbar. Die stetige Veränderung des Stadtbildes begünstigt ein Vergessen und Verdrängen der nationalsozialistischen Wirkungsorte. Dies gilt insbesondere für jene Münchner Adressen, an denen der Lebensborn agierte.

Auf Initiative von Heinrich Himmler wurde der Lebensborn 1935 gegründet. Er diente einem einzigen Ziel: der Verwirklichung rassistischer Herrschaftsansprüche. Zahlreiche Legenden ranken sich bis heute um den Verein. Sie sind ein Grund dafür, weshalb nur wenige Betroffene über ihr Schicksal sprechen.

Die mobile Ausstellung „Ge(h)denken” versteht sich als historische Spurensuche durch München. Schritt für Schritt werden die Orte des Geschehens angesteuert und mit der Geschichte des Lebensborn verknüpft. Dieses „Ge(h)denken” rückt die Schicksale der Betroffenen ins Licht. Es thematisiert jedoch auch das folgenschwere Handeln der Täter.

Das Projekt »Ge(h)denken« wird auf sprichwörtlich neuen Wegen an die nationalsozialistische Vergangenheit in München erinnern. »Ge(h)denken« ist sowohl eine Aufforderung zum Besuch einer mobilen Ausstellung als auch eine Einladung, den öffentlichen Raum als Forum zur Erkundung der Geschichte des Lebensborn zu begreifen und zu erfahren – mit Hilfe einer mobilen App. Rund um die inhaltliche Struktur und den didaktischen Aufbau mani­festiert sich »Ge(h)denken« vor allem in Form und Funktion seiner Navigation. Zum einem erhält man über die mobile Website die Möglichkeit, Orte »virtuell« abzugehen – gleichzeitig werden Nutzer und Nutzerinnen angeregt, die Exkursion auf den Spuren des Lebensborn im realen Leben zu beginnen und fortzusetzen. »Ge(h)denken« führt auf einen fast vergessenen Pfad der Münchner Geschichte, der nun Schritt für Schritt neu betreten und so für die Zukunft und Nachfolgende befestigt werden kann. Direkt vor Ort – in Wort, Bild, Film und Ton. Die Informationen, die durch die App in knapper Form bereit gestellt werden, fußen vor allem auf den Beiträgen im Buch »Kinder für den ‘Führer’«. Dieses Buch ist im Schiermeier-Verlag erschienen und kostet 18,50 Euro. Selbstverständlich kann es auch in unseren Stadtbibliotheken ausgeliehen werden.

Die mobile Anwendung »Ge(h)denken« ist für alle mobilen Geräte (Smartphones und Tablets) unter www.muenchen.de/gehdenken online verfügbar.

Liebe Studierende,

in unserem zweiten Teil dieser Reihe widmen wir uns den aufbereiteten Medien zum 100 Jährigen des Ersten Weltkrieges.

Den Anfang macht eine Rundschau von Zeit.de in der Schützengräbenfotos in 3D aufbereitet wurden.

Der nachfolgende Videobeitrag vermittelt erste Eindrücke und weitere Informationen zu diesem Angebot: Video

Den zweiten Teil bestreitet eine Kooperation von zeit.de und dem französisch-deutschen Sender arte mit der Einleitung zum Themenspecial: “Sie standen kurz vor einem grausamen Weltkrieg, in dem Millionen Menschen starben, doch es gab auch Alltag. Wie lebten die Menschen damals, was beschäftigte sie in diesen Wochen und Monaten, worüber schrieben Journalisten? Wir dokumentieren mit dem TV-Sender Arte den Weg zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914. Erhalten Sie jeden Tag einen Einblick in das Leben von damals, mit einem besonderen Fokus auf Deutschland und Frankreich – immer genau heute vor 100 Jahren.”

Erfahrt und erlebt in diesem multimedialen Kalender Tag für Tag Ereignisse und Begebenheiten aus dem Kriegsjahr 1914: Animation

Liebe Studierende,

eine Katastrophe wird 100 Jahre alt. Ob die Welt und wir davon gelernt haben, kann durchaus mit einem Jein beantwortet werden.

Neue Erkenntnis zu schaffen, vergessene aufzufrischen und  unserem Vergessen entgegen zuwirken, haben sich für ein Jubiläumsjahr nicht unüblich einige auf die Fahnen geschrieben. In einer kleinen aber feinen Übersicht möchten wir mit dieser Reihe Eure Aufmerksamkeit auf aus der Masse herausragende Beiträge lenken.

Den Anfang macht das Britische Nationalarchiv, das sich einem sehr ehrgeizigen Projekt verschrieben hat indem eine gute Million Kriegstagebücher und Tagebücher aus der Zeit des Ersten Weltkrieges digitalisiert und somit uns allen zugänglich gemacht werden. Eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Materialien für Studium, Referendarszeit, Lehramtsberuf und die Interessen jenseits der Arbeitswelt.

Einen ersten, ob seine Kürze recht informativen Überblick als Einstieg zum Mammutprojekt des British National Archive bietet das Magazin ‘Stern’ in einem kurzen Video. Die originale Webpräsenz des BNA finden Sie hier.

Mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes hat der Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine zentrale Webseite zur Thematik online gestellt. Hier finden Interessierte nebst historischem Bildmaterial auch weiterführende Hintergrundmaterialien sowie aufbereitete Unterrichtsmaterialien und pädagogische Handreichungen.

Wort- und Fassungslos

bleibt man meist zurück, wenn einen Nachrichten aus diesem fernen Land erreichen. Grausamkeit, Folter, Tod, drohender Krieg.  Sollten einen die ersten Zeilen fast jeder Meldung von nördlich des weltgrößten Minenfeldes nicht bereits zum Schaudern bringen oder Schlimmeres veranlassen, so schaffen dies mit regelmäßiger Zuverlässigkeit die darauf folgenden Zeilen. Die jüngste Blitzverurteilung- und exekution des zweitranghöchsten Politikers und Militärs lässt die Welt erkenntnislos zurück.

Aus verständlichem Selbstschutz schaltet der ein oder die andere recht schnell ab und stellt die Lesetätigkeit ein, denn die berichteten Grausamkeiten überfordern umgehend jedes unvorbereitete Gehirn. Dem Individuum sei dies zugestanden, eine ganze Gesellschaft und hier konkret die historischen Multiplikatoren darf dies jedoch nicht untätig zurück lassen. ‘Verstehen versuchen ist das Mindeste’.

Ihr werdet alle früher oder später als Referendare, Lehramtsanwärterinnen, Lehrer oder sonstige Vertrauensperson auf diese zumal für Schülerinnen und Schüler unverständliche Paralleldimension angesprochen. Um diese Fragen mit mehr als Allgemeinplätzchen oder unverständlichen Phrasen beantworten zu können, legen wir Euch die nachfolgenden Artikel ans Herz:

 

Liebe Studierende,

der virtuelle Beitrag zum dies academicus 2013 kommt heute im Gewand des historischen ‘mobile learning’ daher.

Wir freuen uns, Euch den Beitrag “Zwangsarbeit. Die Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt” von Daniel Bernsen erschienen auf der Webseite der Berliner Geschichtswerkstatt vorstellen zu dürfen:

Die komplette Webpräsenz der Berliner Geschichtswerkstatt allein ist immer einen wiedekehrenden Besuch wert; heute möchten wir Euch jedoch direkt zu Ihrem Projekt ‘Zwangsarbeit. Die Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstat’ entführen und hoffen, dies möge Euch privat als auch pädagogisch-professionell eine große Bereicherung sein.

Zeitzeugen beschreiben Ihre Erfahrungen und Erinnerungen der Zwangsarbeit in Berlin, welche durch die App (erscheint voraussichtlich am 13. Juni zuerst für mOS (Apple) und später für Android) aufbereitet und unterstützt wird:

„Ich war 13, als ich in Berlin war, aber ich kann mich an alles erinnern“, schreibt die ehemalige polnische Zwangsarbeiterin Alina Przybyła in ihrem Erinnerungsbericht: „Doch wieder erkennen kann ich heute kaum etwas, so hat sich die Stadt geändert. Nur das Brandenburger Tor habe ich wieder erkannt, an dem ich damals gestanden und an eine Säule gekratzt hatte: ‚Pferdchen, bringt mich von hier weg, zurück zu meiner Mama!‘“

Vorschau (klicken)

“Berlin war ein Zentrum der Zwangsarbeit: Zwischen 1938 und 1945 musste eine halbe Million Zwangsarbeiter – Männer, Frauen und Kinder – in Berliner Fabriken, Dienststellen und Haushalten arbeiten, so viele wie in keiner anderen Stadt Europas. Aus der „Volksgemeinschaft“ ausgegrenzt, lebten sie in über 3000 Lagern, direkt vor der Haustür der Berliner. In Interviews und Briefen erzählen sie von Arbeit, Hunger, Gewalt und Bomben, aber auch von Liebe und Freundschaften.”

Präsentation (klicken)
“Nun werden die Erinnerungen jener unfreiwilligen Berliner wieder lebendig – vor Ort, mit dem Smartphone in der Hand. Die Zeitzeugen-App ermöglicht eine multimediale Spurensuche. Mit Interviewausschnitten, Fotos und Karten folgt der Nutzer zu Fuß oder mit der S-Bahn den Alltagswegen der Zwangsarbeiter durch die Stadt. Touristen, Schüler und alle interessierten Berliner entdecken mit den Zeitzeugen-Erinnerungen Orte, die in Reiseführern nicht verzeichnet sind. An bekannten Orten finden sie Spuren einer vergessenen Geschichte.”

Wie immer gilt: Nehmt Euch die Zeit, diese Webseite und insbesondere die App, natürlich am besten direkt vor Ort, auszuprobieren. Euer Future-Me und all Eure Schulklassen werden euch hierfür unendlich dankbar sein.

Liebe Studierende,

es ist mal wieder soweit: für viele steht die Praktikumszeit an – manche verlassen uns gar gen Referendariat (Lehramtsanwärterschaft – mea culpa) und alle eint ein Wunsch: M A T E R I A L

In unserem lebenslangen (Berufs-) Prozess vom Hamster zum Jäger & Sammler opfert der Lehrer so manche Stunde ergebnisoffen auf (Unterrichts-) Materialsuche. Hierfür möchten wir Euch heute einen besonders gelungenen Katalysator vorstellen:

das ZUM-Wiki

eine offene Plattform für Lerninhalt und Lernprozesse

Auf der einen Seite ist es eine Sammlung vieler Wikis rund um das Thema Schule & Unterrichtsmaterial in Kooperation mit einer Vielzahl anderer Wikis wie beispielsweise:

 

Auf der anderen Seite bietet es natürlich auch eigenen Inhalt, der kontinuierlich ausgebaut werden soll:

In diesem Sinne, gönnt Euch diese Lesezeichen, stöbert, jagt und sammelt nach Herzenslust!

Euch allen erfolgreiche Praktika und einen perfekten Start ins Ref!

Wie immer gilt: Nehmt Euch die Zeit, diese Links zu erkunden; Euer Future-Me wird Euch unendlich dankbar sein :-)

“A digitised and transcribed diary written by the mother of an Irish soldier missing in action during the Great War was launched today by Minister for Arts, Heritage and the Gaeltacht, Jimmy Deenihan.”

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Schüler & Schülerinnen müssen mit Zeitungen als Quellen umgehen können. Das ist so ziemlich unumstritten. Immer mehr Lehrende sind davon überzeugt, dass SuS auch im Umgang mit den einschlägigen sozialen Medien unterrichtet werden müssen, um bestens für die Zukunft vorbereitet zu sein. All zu schnell kommt jedoch oft noch der Reflex: “Ja, aber in welcher Zeit denn bitte? Ist unser Curriculum nicht schon voll genug?”

So stehen einige Fragen im Raum:

  • Kann man nicht beides gemeinsam unterrichten?
  • Wie soll das gehen, wenn doch scheinbar die sozialen die Printmedien verdrängen?

Einen guten Ansatz bietet hier die Sueddeutsche.de mit dem Projekt “Zurück in die Zeitung“. In einer gelungenen Fusion aus Print- und Onlineangebot präsentiert auf der neuen Facebook-Präsenz der SZ-Chronik. Natürlich darf das Flaggschiff “SZ Magazin” nicht fehlen und das tut es auch nicht.

Der SZ-Blog liefert valide Gründe, weshalb dieser Ansatz als Ausgangspunkt auch für den Unterricht gut geeignet sein kann:

Zitat: “Die Geschichte einer Zeitung zu erzählen, heißt vor allem: die Weltgeschichte nachzuerleben. Um die Chronik genannte Lebensbiografie der SZ auf Facebook zu erstellen, haben wir uns durch das Weltgeschehen der vergangenen Jahrzehnte geblättert.

Die DDR bricht die Mauer auf” steht beispielsweise auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung vom 11. November 1989. Das “Zweite Extrablatt” vom 21. Juli 1969 lieferte für 20 Pfennig den “präzisen Verlauf des Weltraumabenteuers”, das Armstrong und Aldin auf dem Mond erlebten. Die wortspielende Titelzeile zur Mondladung lautete: “Nach zwei Stunden Mondarbeit: Die Fähre hat sie wieder”.

In der Facebook-Chronik der Süddeutschen Zeitung finden sie aber nicht nur Weltgeschichte, auch die Entwicklung der SZ selber ist in sogenannten Höhepunkten dokumentiert. Ab Sommer 1965 wurden Leitartikel und Kommentare auf der Meinungsseite 4 gebündelt, im Juni 1988 veränderte die Zeitung ihr Gesicht: statt fünf gab es sechs Spalten in einem etwas größeren Format. Und im Mai 1990 lag erstmals ein SZ-Magazin der Zeitung bei.”

Also liebe angehende & bereits pratizierende Lehrende, zeigt Euren SuS, dass man auf Facebook mehr machen kann als Landwirt spielen, Chatten und fragwürdige Bilder posten.

Zurück in die Zeitung“ ist sicher ein Abstecher wert. Blättert Euch in der SZ-Chronik durch die Höhepunkte der SZ und des Weltgeschehens.

Und wie immer gilt: Euer Future-Ich wird Euch dafür fast unendlich dankbar sein …. und die lieben SuS erst :-)

Heute möchten wir Euch eine sehr ergiebige Quelle für (nicht nur) historische Filmdokumente vorstellen:

Das Themenarchiv “Jahrestage” der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Hier findet Ihr für Eure Vorbereitungen und Unterrichtsplanungen eine Vielzahl an digital aufbereiteten Originalfilmen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Für Geographie und Geschichte besonders interessante Themenbereiche umfassen unter vielem anderen:

von

 

über

 

bis hin zu

 

und der Ernennung Michail Gorbatschows zum Generalsekretär der KPDSU:

 

Wie immer gilt: Nehmt Euch die paar Minuten Zeit, das Archiv zu durchstöbern. Der Sommer fällt dieses Jahr eh aus und Euer Future-Ich wird Euch spätestens im Referendariat richtig dankbar dafür sein.

Zeitzeugenberichte können im Geschichtsunterricht eine wichtige Funktion übernehmen. Sie können den Ablauf  historischer Vorgänge verständlich vermitteln,  und emotional nacherlebbar machen. Zeitzeugenberichte können hinzugezogen werden, um Lernenden aufzuzeigen, dass Geschichte eine Auslegung subjektiver Erfahrungen, Berichte, Quellen – sprich Narrationen – ist.

Das ARCHIV DER ZEITZEUGEN ist ein Archiv für Geschichte aus der Sicht von Zeitzeugen. Es wurde aus privaten Archiven und Beständen zusammengetragen und gibt umfangreiche Einblicke in die Zeit von 1850-1989. Es umfasst:

  • Autobiographien
  • Erinnerungen
  • Tagebuchaufzeichnungen
  • fotographische Dokumente
  • Briefwechsel
  • Zeitzeugenberichte jeglicher Art
Weitere interessante Quellen:
ZEITZEUGENARCHIV des MDR zur DDR-Geschichte