Archive for the ‘Medientypen’ Category

Die Österreichische Nationalbibliothek hat ein Archiv aller Ausgaben der Zeitschrift “Kikeriki” online gestellt. Dies ist Teil des Projekts “Anno“, das einen digitalisierten Einblick in historische Zeitungen und Zeitschriften gewährt. Die erste digitalisierte und veröffentlichte Ausgabe stammt aus dem Jahre 1700!

Alle Ausgaben sind auch als PDF speicherbar.

 

Leo-Bw

Zu Beginn dieser Woche hat ein neues Online-Portal mit für den Geschichtsunterricht relevanten Daten&Dokumenten seine virtuellen Pforten geöffnet.LEO-BW ist ein landeskundliche Informationssystem für Baden-Württemberg – bereitgestellt zum sechzigjährigen Jubiläum der Gründung des Südweststaats 2012. Das Internetangebot ist ein Beitrag des Landes Baden-Württemberg zur kulturellen Bildung und zur Informationsgesellschaft.

 

Wissenschaftlich Forschende erhalten einen vernetzten Zugang zu landeskundlichen Angeboten. Auch für den Schulunterricht bietet LEO-BW eine breite Palette von Materialien. Damit leistet LEO-BW einen Beitrag zur Stärkung der Medienkompetenz.

LEO-BW bietet einen freien Zugang zu hochwertigen Informationen,multimedialen Inhalten, Quellen und Literatur aus und über Baden-Württemberg. Mit einer einzigen Anfrage sind landeskundliche Basisinformationen aus verschiedenen Bereichen gebündelt erreichbar. Hier ist es nun möglich, Landeskunde online zu entdecken.

Die Materialien beinhalten folgende Themen:

  • 26.500 Orte
  • 40.000          Personen
  • 7.600          Kulturdenkmäler
  • 1.700           Museumsobjekte
  • 5.300           digitalisierte Handschriften und Bücher
  • 10.200          Porträts
  • 42.100          Ortsansichten und Luftbilder
  • 60.000          Statistikgrafiken und -tabellen
  • 1.100           Gemeindewappen
  • 1.100           Biografien
  • 734.000        Literaturhinweise
  • 452.000        Archivfindmittel (z.T. mit Digitalisaten)
  • 4.200           Auswandererlisten mit ca. 300.000 Einzelnennungen
  • 730                       Klosterbeschreibungen
  • 60                         Videoclips
  • 6.500           Urkunden
  • 100                       literarische Museen
  • 70                         NS-Gedenkstätten
  • 16                         3-D-Objekte
LEO-BW wird als Kooperationsprojekt inhaltlich getragen von zahlreichen namhaften Institutionen (->Partner). Die beteiligten Häuser bürgen für die Seriosität und Attraktivität des Angebots. Federführend bei der Umsetzung und Steuerung von LEO-BW ist das Landesarchiv Baden-Württemberg. Ein weiterer großer Partner ist das Landesmedienzentrum BW, das zu vielen der angebotenen Daten auch didaktische konzeptionierte Unterrichtsentwürfe und Themendatenbanken bietet. Diese sind über den SESAM Server auch online verfügbar.

 

Ein Teil der Artikel innerhalb dieses Blogs berichten von Online-Archiven. Für viele Geschichtswissenschaftler und -lehrkräfte ist dies ein positiver Trend – vereinfacht es doch den heuristischen Prozess der Quellen- und Informationssuche deutlich. Eine didaktische Operationalisierung hat in diesem Bereich jedoch noch nicht eingesetzt. Der schweizer Geschichts- und Mediendidaktiker Jan Hodel hat sich allerdings schon einmal Gedanken zu diesem Thema gemacht und sich gefragt, wie denn eine gezielte, unterrichtliche und den Vorgaben der Geschichtswissenschaft folgende Hinführung zum Thema aussehen könnte. Wie muss eine Komptenz – er nennt sie “Historische Online-Komptenz” – definiert sein? Eine Frage, deren Aufklärung durch die Forschungsarbeit zum Thema “Historische Medienkompetenz” der Abteilung für Geschichte an der PH-Karlsruhe vorangetrieben wird – hoffentlich bald.

Aber zum Thema: Das New York City Departement of Records gibt bekannt, dass es ein Archiv mit 870 000 Bildern online gestellt hat. Der Zugriff ist kostenlos. Gezeigt werden Bilder zur Stadtentwicklung der letzten 150 Jahre. Darunter sind, neben anderen Dokumenten wie Stadtplänen oder Film- und Tonaufnahmen, spektakuläre Aufnahmen, die bislang nicht ins Licht der Öffentlichkeit gelangten. Die Bilder wurden hauptsächlich von städtischen Angestellten gemacht, die diese Aufnahmen im Rahmen ihrer Tätigkeit erstellten. Doch darunter sind auch bekannte Namen, wie z.B. Eugene de Salignac, der es später zu einigem Ruhm brachte

Mobiles Lernen ist im Bildungsbereich in aller Munde – zumindest unter den Medienpädagogen. Die Möglichkeit situatives Lernen mit Medien vor Ort nutzen zu können ist und war schon immer eine reizvolle Perspektive für Lehrkräfte an allen Schulen. Auch für den Geschichtsunterricht gäbe es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, wie z.B. die Möglichkeit, dass Lernende an historischen Orten Fotos aufnehmen, Geodaten sammeln, Sprachnotizen und Videos aufnehmen ect. Bislang stellte sich immer die Frage nach der Verfügbarkeit eines mobilen Endgerätes – einem Computer. Immer mehr Lernende haben diesen mittlerweile in ihrer Hosentasche – das SMARTPHONE.

 

 

Deutsch oder Englisch = ein Vergleich lohnt sich

Diagramme sind Darstellungen, die versuchen strukturelle Zusammenhänge und Datenmengen graphisch zu visualisieren. Das hier abgebildete Beispiel versucht die Verluste an Menschen durch den 2. Weltkrieg graphisch aufzuarbeiten – sowohl als Säulen-, als auch als Kreisdiagramm.

Ein durchaus kritisches Thema: Die genauen Verlustzahlen sind bis heute unbekannt. Zahlreiche Historiker streiten sich über die wahren Opferzahlen, während in Osteuropa, vorwiegend in Russland, immer neue Massengräber gefunden werden.

Nach Ulrich Mayer können  Diagramme im Unterricht verschiedene Aufgaben erfüllen: Sie dienen der historisch-politischen Bildung, dem Informationsgewinn, erlauben eine Problematisierung oder sind dazu geeignet wissenschaftliche Methoden kennen zu lernen. Die Problematisierung erlaubt es, Trends und Tendenzen aufzuzeigen, besonders wenn die Quellenlage uneindeutig und/oder widersprüchlich ist. Read on »

Rome Reborn ist eine internationale Initiative mehrerer Universitäten und Institutionen, deren Ziel es ist, die urbane Entwicklung der Stadt Rom als digitales 3D- Modell von der Bronzezeit bis zum Jahr 320 n.Chr. darzustellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rom den Höhepunkt seiner Besiedelung erreicht. Vieles, was heute noch an Überresten zu bewundern ist, stammt aus dieser Zeit.

Rome Reborn 2.1: A Tour Through Ancient Rome from Bernard Frischer on Vimeo.

An dieser Stelle sei noch auf das GoogleEarth Projekt verwiesen, dass in seiner Software einen eigenen Layer für das antike Rom zur Verfügung stellt. Hierbei handelt es sich nicht um ein Video, sondern um eine interaktive Animation. Lernende können sich also “frei” darin bewegen. Es hat zwar nicht gleiche Qualität, wie das Rome Reborn Projekt, da aber die Software kostenlos zur Verfügung gestellt wird, ist der Einsatz in offenen Unterrichtssituationen oder in der Projektarbeit denkbar.

Die Arbeit mit Quellen stellt im Geschichtsunterricht die wichtigste Form der Arbeit mit Medien dar. Viele unterrichtliche Prinzipien lassen sich mit Hilfe der Auseinandersetzung mit Quellen erarbeiten – so z.B. die Vermittlung von Multiperspektivität oder die Herausarbeitung von multikausalen Zusammenhängen. Vor allem ermöglicht die Arbeit mit Quellen Lernenden eine unmittelbare, direkte und authentische Auseinandersetzung mit geschichtlichen Zusammenhängen. Quellenarbeit ermöglicht der Lehrkraft  zudem einen handlungsorientierten Zugang zur Vergangenheit und zur Geschichte zu schaffen – sofern dieser Zugang richtig konsekutiv und konstruktiv geplant wird.

Natürlich gestaltet sich eine vollständige Quellenanalyse mit Lernenden der Sekundarstufe I eher schwierig. Aber maßgebende Einzelschritte können auch mit jüngeren Schülerinnen und Schülern nachvollzogen werden (z.B Fragestellungen suchen, Abschnitte zusammenfassen, Informationen aus Quellen geignete Bilder zuordnen). Sind die Zusammenhänge klar dargelegt und die Lernenden verfügen über genügend Informationen zum Thema, können auch gelungene Quelleninterpretationen durchgeführt werden. Read on »

In Köln findet im August 2012 der 32. Internationale Kongress der IGU (International Geographical Union) statt. Da zu diesen Kongressen WissenschaftlerInnen aus aller Welt anreisen werden rund um dieses Ereignis weitere Kongresse ausgerichtet. Einer davon ist am 22. August 2012 in Leipzig der Pre-Congress der IGU Commission History of Geography. Das Leitthema ist: Cartography and Geographical Knowledge in the Public Sphere. Mehr Infos dazu unter: hier klicken

Bei der Arbeit mit Medien in der Bildung stellt das Urheberrecht in schöner Regelmäßigkeit ein Problem dar. Lernende sollen erarbeitete Inhalte mit anderen teilen und dazu entsprechende Plattformen, wie Wikis und Blogs nutzen. Um diese aber ansprechend gestalten zu können, ist es unumgänglich, Bilder und Grafiken in das Layout zu integrieren. An dieser Stelle beginnen dann aber auch schon die Probleme: wo können freie Bilder, Grafiken, Videos o.ä. gefunden werden, die nicht gegen geltendes Urheberrecht verstoßen? (Lesetipp: Urheberrecht und Datenschutz in der Schule). Abhilfe kann jetzt eine neuartige Suchmaschine aus Korea schaffen. Diese durchsucht  Portale wie z.B. Flickr, YouTube, und Slideshare und listet die Fundstücke anschaulich auf.

Ein gelungenes Beispiel, wie einfach fächerverbindend und medienkompetent in Erdkunde gearbeitet werden kann,  findet sich auf der Internetseite LEHRERFREUND. Homo Faber: Chronologie in Karten (Reisen, Orte) + Arbeitsblätter nennt sich das dort angebotene Unterrichtsmaterial. Aufgabe ist es unter anderem, die Reiserouten von Max Frischs “Homo Faber” auf Google Maps darzustellen und seine Reisestationen zu beschreiben. Ohne viel Vorbereitung kann mit solchen Aufgaben ein motivierender und kompetenzorientierter Unterricht gelingen und fördert dabei gleichzeitig die aktive Medienarbeit.