Archive for Februar 26th 2012

Antisemitismus ist in “erheblichem Umfang” in der deutschen Geschichte verwurzelt. Diese Erkenntnisse liefert das Bundesministeriums des Inneren im Bericht “Antisemitismus in Deutschland” , der im Januar 2012 veröffentlicht wurde.

Die Ursachen hierfür liegen, laut Bericht, an “schlichtem Unwissen” und “tief verwurzelten Klischees” innerhalb der deutschen Gesellschaft und sei kein Problem, das vorwiegend nur rechtsextreme und islamistische Kreise betreffe. Hauptsächlich äußert sich diese ablehnende Haltung gegen Juden durch herablassende Redewendungen und überkommene Ressentiments. Dieses Phänomen sei aber nicht nur auf deutschen Fußballplätzen zu beobachten, sondern auch in deutschen Schulen. Hier sei die Bezeichnung “Jude”, als Form der Beleidigung, äußerst gebräuchlich.

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Ergebnisse der Fachkonferenz Ende Oktober 2011 in Berlin als PDF zum Download. Dabei wurden folgenden Fragen nachgegangen:

“Gibt es ein gemeinsames, europäisches Kultur- und Werteverständnis oder ist das eine Fiktion? Welche Anforderungen und Auswirkungen entstehen durch Zuwanderung? Wie viel Migration gab und gibt es in Geschichte und Gegenwart Polens und Deutschlands? Wie viel Migration vertrugen bzw. vertragen Mitteleuropäer am Beispiel der deutsch-polnischen Migrationsgeschichte? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es innerhalb dieser EU-Region? Gibt es noch weiße Flecken in der Geschichte beider Nachbarvölker? Wie war das in der Zeit zweier deutscher Staaten von 1949-1990? Wie war das alltägliche Verhältnis der Deutschen in der DDR und der Deutschen in der Bundesrepublik Deutschland zur Volksrepublik Polen? “

Wer sich für Migration unter dem historischem Blickwinkel der deutschen Geschichte interessiert, dem seien die Seminare zum Thema an der PH-Karlsruhe empfohlen.