Archive for Dezember 2012

“Was ist das denn?”,

denkt sich mancher Geographiestudent.  Bekannter ist die Kulturgeographie wohl unter dem Namen Humangeographie. Sie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Kultur auf geographischen  Raum. Wissensgenerierung beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Information zu handlungsrelevanten Daten, mit denen man weiterarbeiten kann.

‘Neue Kulturgeographie – Tagungsreihe’ veranstaltet die 10. Tagung in Leipzig und lädt alle Interessierten dazu ein. Studenten erhalten ermäßigte Preise. Tagungsort ist die Uni Leipzig im Zentrum der Stadt. Das Programm der Tagung findet ihr hier.

Themen der Tagung sind u.A.

  • Das Feld: erkunden, herstellen, nutzen
  • Forschende und beforschte Praxis – Practice Turn in der Neuen Kulturgeographie? Über Hoffnungen und Enttäuschungen in Theorie und Feld
  • Gender im Feld – „Feld“- Forschung im Urbanen SüdenKonzeptionelle und methodologische Überlegungen zur Untersuchung des Feldes des Straßenhandels in Dhaka
  • Ethographien

Also wer da nichts dazu lernen könnte… Nutzt die Möglichkeit und werdet Insider der Feldforschung.

Oft wird der Neuen Kulturgeographie mangelnde Praxisrelevanz vorgeworfen, weil sie theoriegeleitet arbeitet und auf keinen unmittelbaren Planungsmehrwert abzielt. Allerdings ist kulturgeographische Forschung dafür prädestiniert, gesellschaftliche Debatten anzuregen und zu bereichern. Sie kann inhaltliche Positionen beziehen, alternative Öffentlichkeiten herstellen und/oder Perspektivwechsel anregen, indem sie den geographischen Blick „verunsichert“. Dabei geht es zum einen um die breitenwirksame Vermittlung von Inhalten und Sichtweisen der Neuen Kulturgeographie in populärwissenschaftlichen Publikationen und Medienbeiträgen. Daneben sind aber auch „organische“ Ansätze einer public geography denkbar, die einen intensiven Dialog mit verschiedenen Öffentlichkeiten anstrebt und diese unmittelbar in die wissenschaftliche Forschung mit einbezieht.

“Das ist ein sehr schwerer Vorwurf. Ich warne Sie jetzt.”

In der Politik geht es oft heiß her – nicht nur in unserer Zeit! Die BLB hat die badischen Landtagsprotokolle aus den Jahren 1819 – 1933 eingescannt und stellt diese für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

 

Zum Stöbern und recherchieren bestens geeignet, dank Register und Suchfunktion. Einfach mal reinschauen und Interessantes aus der Region vor knapp 100 Jahren entdecken. Themen sind unter Anderem der Umgang mit Kriegsgeschädigten und den Folgen des ersten Weltkriegs allgemein, Bildung, und alles was das Leben in Baden sonst noch betraf.

Folgt einfach dem Link

 

1819 trat die Badische Ständeversammlung zum ersten Mal zusammen, 1822 zog sie in das für sie erbaute Ständehaus ein. Gemäß der im Jahr zuvor verkündeten Verfassungsurkunde für das Großherzogtum Baden setzte sie sich aus der Ersten und der Zweiten Kammer zusammen. Während die Mitglieder des Oberhauses durch die Verfassung bestimmt wurden, gingen die Abgeordneten der eigentlichen Volksvertretung aus indirekten Wahlen hervor, bevor sie ab 1904 unmittelbar von den Wahlberechtigten gewählt wurden. Von Anfang an veröffentlichten beide Kammern die Mitschriften ihrer Verhandlungen. Diese bestehen aus den eigentlichen Protokollen, den Beilagen und den Registern. Die Badische Landesbibliothek digitalisiert die vollständigen Landtagsprotokolle von den Anfängen des Landtags 1819 bis zu seiner Auflösung 1933. Die über 600 Bände werden schrittweise in die Digitalen Sammlungen integriert.

Sie können entweder direkt auf die Protokolle der 1. Kammer und der 2. Kammer zugreifen oder das untenstehende Sprecherregister als Einstieg nutzen. In ihm sind alle Mitglieder des Landtags aus der Zeit von 1869 bis 1933 mit weiterführenden Angaben enthalten und können über die „Personensuche“ recherchiert werden. Zudem sind ab dem Jahr 1899 die Reden der Abgeordneten nachgewiesen und mit den digitalisierten Seiten verlinkt.

Aktuelle Plenarprotokolle bietet der Landtag von Baden-Württemberg über seine Webseite an.