Posts Tagged ‘Archiv’

“A digitised and transcribed diary written by the mother of an Irish soldier missing in action during the Great War was launched today by Minister for Arts, Heritage and the Gaeltacht, Jimmy Deenihan.”

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Clio-Online ist ein Themenportal zur Geschichte des 1. Weltkriegs und zeigt durch seine Entstehung, dass die Entwicklung einer eigenen “Digitalen Geschichtsdidaktik” immer notwendiger wird. Der Zugriff auf wichtige historische Bestände, Artefakte und Literatur wird zunehmend über digitale Schnittstellen möglich. Zumindest wird über  einen längeren Zeitraum hinweg, nicht weniger, sondern mehr Einfluss aus der Welt des Digitalen in die Geschichtswissenschaft und dadurch auch in die Didaktik des Geschichtsunterrichts einfließen.

Das Themenportal Clio-Online ermöglicht einen direkten und schnellen Zugriff auf thematisch zugeschnittene Informationsangebote. Durch die Bündelung von Volltexten, bibliotheksnahen Ressourcen, Internetverzeichnissen, und weiteren Ressourcen ist eine gezielte Informationssuche bei gleichzeitig hohem Qualitätsstandard möglich. Teil des Portals sind vorerst vier Bereiche:

  • Bündelung vorhandener Informationsangebote durch den Aufbau einer spezifischen Metasuchmaschine
  • Veröffentlichung aktueller Forschungsbeiträge und -information (Artikel, Rezensionen, Sammlungsbeschreibungen, Volltexte)
  • Bündelung von bestehenden themenrelevanten Internetressourcen
  • die Publikation von Quellen in elektronischer Form als Beitrag zu einer sich wandelnden Kommunikationskultur in den historischen Wissenschaften

Besonders interessant ist die Unterseite “Quellen- und Literaturbestände zum Ersten Weltkrieg in Archiven und Bibliotheken“.  Auf dieser Seite lassen sich Links zu vielen Archiv- und Bibliotheksbeständen zum Thema 1. Weltkrieg finden.

Zahlreiche Kooperationspartner aus der Welt der historischen Forschung bürgen für die Seriosität von Clio-Online: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften,

Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart,  H-Soz-u-Kult – Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften und Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, sind hier beispielsweise zu nennen.

 

Die Österreichische Nationalbibliothek hat ein Archiv aller Ausgaben der Zeitschrift “Kikeriki” online gestellt. Dies ist Teil des Projekts “Anno“, das einen digitalisierten Einblick in historische Zeitungen und Zeitschriften gewährt. Die erste digitalisierte und veröffentlichte Ausgabe stammt aus dem Jahre 1700!

Alle Ausgaben sind auch als PDF speicherbar.

 

 

Ein Teil der Artikel innerhalb dieses Blogs berichten von Online-Archiven. Für viele Geschichtswissenschaftler und -lehrkräfte ist dies ein positiver Trend – vereinfacht es doch den heuristischen Prozess der Quellen- und Informationssuche deutlich. Eine didaktische Operationalisierung hat in diesem Bereich jedoch noch nicht eingesetzt. Der schweizer Geschichts- und Mediendidaktiker Jan Hodel hat sich allerdings schon einmal Gedanken zu diesem Thema gemacht und sich gefragt, wie denn eine gezielte, unterrichtliche und den Vorgaben der Geschichtswissenschaft folgende Hinführung zum Thema aussehen könnte. Wie muss eine Komptenz – er nennt sie “Historische Online-Komptenz” – definiert sein? Eine Frage, deren Aufklärung durch die Forschungsarbeit zum Thema “Historische Medienkompetenz” der Abteilung für Geschichte an der PH-Karlsruhe vorangetrieben wird – hoffentlich bald.

Aber zum Thema: Das New York City Departement of Records gibt bekannt, dass es ein Archiv mit 870 000 Bildern online gestellt hat. Der Zugriff ist kostenlos. Gezeigt werden Bilder zur Stadtentwicklung der letzten 150 Jahre. Darunter sind, neben anderen Dokumenten wie Stadtplänen oder Film- und Tonaufnahmen, spektakuläre Aufnahmen, die bislang nicht ins Licht der Öffentlichkeit gelangten. Die Bilder wurden hauptsächlich von städtischen Angestellten gemacht, die diese Aufnahmen im Rahmen ihrer Tätigkeit erstellten. Doch darunter sind auch bekannte Namen, wie z.B. Eugene de Salignac, der es später zu einigem Ruhm brachte

Die Arbeit mit Quellen stellt im Geschichtsunterricht die wichtigste Form der Arbeit mit Medien dar. Viele unterrichtliche Prinzipien lassen sich mit Hilfe der Auseinandersetzung mit Quellen erarbeiten – so z.B. die Vermittlung von Multiperspektivität oder die Herausarbeitung von multikausalen Zusammenhängen. Vor allem ermöglicht die Arbeit mit Quellen Lernenden eine unmittelbare, direkte und authentische Auseinandersetzung mit geschichtlichen Zusammenhängen. Quellenarbeit ermöglicht der Lehrkraft  zudem einen handlungsorientierten Zugang zur Vergangenheit und zur Geschichte zu schaffen – sofern dieser Zugang richtig konsekutiv und konstruktiv geplant wird.

Natürlich gestaltet sich eine vollständige Quellenanalyse mit Lernenden der Sekundarstufe I eher schwierig. Aber maßgebende Einzelschritte können auch mit jüngeren Schülerinnen und Schülern nachvollzogen werden (z.B Fragestellungen suchen, Abschnitte zusammenfassen, Informationen aus Quellen geignete Bilder zuordnen). Sind die Zusammenhänge klar dargelegt und die Lernenden verfügen über genügend Informationen zum Thema, können auch gelungene Quelleninterpretationen durchgeführt werden. Read on »