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Colonial Omissions: Themenabend von Sara Giannini und Chiara Marchini Camia Im Themenabend am 18. Mai im Prinz-Max-Palais soll die Frage nach der postkolonialen Reflektion aus unterschiedlichen Perspektiven gestellt werden: Kapwani Kiwanga (Künstlerin, Paris) wird eine Lecture-Performance halten, gefolgt von Vorträgen durch Heiko Wegmann (Freiburg Postkolonial), Dr. Peter Pretsch (Stadtmuseum Karlsruhe) und Dr. Yvette Mutumba (Weltkulturenmuseum, Frankfurt)

http://www.memoiresperdues.de/colonial-omissions-themenabend/

Am 20.06.2012 findet im Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe von 16.00 bis ca. 19.00Uhr  eine musikalische Aufführung ausgewählter Aventuiren des Nibelungenliedes statt.

Frau Prof. Sieglinde Hartmann wird eine Einführung in das Werk geben, aus dem Dr. Eberhard Kummer 5 Aventuiren zur Aufführung bringen wird. Er ist ausgebildeter Opern- und Konzertsänger (Bassbariton) und beschäftigt sich seit langem mit der Wiedererweckung historischer Musik und orientiert sich an der historischen Aufführungspraxis.

Das Nibelungenlied ist in 35 Handschriften überliefert und beruht auf einer älteren mündlichen Tradition, die um das Jahr 1200 von unbekannter Hand verschriftlicht wurde. Eine der 3 Haupthandschriften (Handschrift C) befindet sich in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Es erzählt von Siegfried dem Drachentöter, seiner Liebe zu Krimhild, von der Fahrt zur Gewinnung Brunhild als Gattin Gunthers, der Doppelhochzeit zu Worms und der Ermordung Siegfrieds durch Gunther und den Vasall Hagen. Der zweite Teil, die sog. Klage schildert Kriemhilds Rache an ihren Verwandten: Inzwischen mit dem Hunnenkönig Etzel verheiratet, läd sie ihre Verwandten an seinen Hof, wo ihr Verrat in einem grausamen Blutbad endet, bei dem alle Burgunden, zuletzt Gunther und Hagen, fallen. Vor Etzels Augen stirbt zuletzt auch Krimhild durch die Hand Hildebrands, des Waffenmeisters Dietrichs von Bern.

In seinen Haupthandschriften ist das Nibelungenlied Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und in seinem Inhalt bis heute tief im kulturellen Gedächtnis verankert. Auf Einladung der Abteilung Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung am KIT unter Prof. Dr. Mathias Herweg erklingt das Heldenepos nun am Ort der Aufbewahrung seiner berühmtesten Handschrift in musikalischen Aufführung. Der Eintritt ist frei.