Nora Häuser - Autorin

Warum ich mich entschieden habe, meine Masterarbeit zum Thema (Post-) Kolonialismus in Karlsruhe zu schreiben:

Gerade in einer Zeit, in der Rassismus und Ausgrenzung von bestimmten Parteien und Gruppierungen in Deutschland wieder „wählbar“ geworden sind, finde ich es wichtig, die Hintergründe vieler stereotyper Darstellungen von Menschen, die als „anders“ wahrgenommen werden, zu beleuchten. Denn sie sind nicht in einem luftleeren Raum entstanden, sondern sind die Konsequenz einer langen Überlieferung, die ihren Anfang im europäischen Kolonialismus genommen hat. Dabei ist es mir ein Anliegen zu zeigen, dass Kolonialismus nicht „weit weg“, sondern auch hier vor Ort stattgefunden hat. Als gebürtige Karlsruherin war diese Auseinandersetzung für mich besonders spannend. Die stereotypen Bilder, die im Kolonialismus immer wieder produziert wurden, prägen noch heute unsere Sichtweise auf den Globalen Süden und die Menschen, die diesem zugeordnet werden. Um aber allen in Deutschland lebenden Personen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, ist es wichtig, diese historischen Kontinuitäten aufzuzeigen. Diskriminierende Strukturen entstehen unter anderem dadurch, dass es immer noch ein Machtungleichgewicht gibt zwischen Menschen, die vermeintlich aus dem Globalen Norden stammen und Menschen, die vermeintlich aus dem Globalen Süden kommen.
Um mich gegen Diskriminierung einzusetzen, habe ich im Herbst/Winter 2017 ein Praktikum im Büro gegen Diskriminierung, Norrköping, Schweden, absolviert und engagiere mich beim Netzwerk für Demokratie und Courage in Baden-Württemberg. Diese Masterarbeit verstehe ich als einen weiteren Teil dieses Engagements.

Studium

 

10/2016 – 02/2019
Karlsruhe

Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Master of Arts (M.A.) Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit

10/2012 – 03/2016
Würzburg

Julius-Maximilians Universität Würzburg
Bachelor of Arts (B.A.) Political and Social Studies (Hauptfach) und Indologie (Hauptfach)