Der Buchdruck und seine Auswirkungen

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Darstellung der Unterrichtseinheit[Bearbeiten]

  • Realschule 6./7. Klasse
  • Fach: Geschichte
  • Thema: Der Buchdruck und seine Auswirkungen
  • 4-5 Unterrichtsstunden


Übergeordnete Ziele[Bearbeiten]

  • SuS können Darstellen was der Buchdruck im Zuge der Reformation geleistet hat
  • SuS wissen, dass Bücher eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen:
    • Beginn der Neuzeit
    • Bildungsfunktion
    • Reformation (religiöse Rolle)
  • SuS erkennen verschiedene Perspektiven zum Buchdruck (Heute / Früher)
  • SuS sind in der Lage, inhaltlich relevante und präzise Fragen zum Thema zu stellen


Einstieg in das Thema[Bearbeiten]

Zum Unterrichtsbeginn zeigt der Lehrer den Schülern ein mitgebrachtes Buch und lässt es anschließend in der Klasse durchgehen. Ziel ist hierbei, ein zunächst oberflächliches Interesse der Schüler am Medium „Buch“ zu wecken. Anschließend sammelt die Lehrkraft allgemeine Ansichten und Erfahrungen der Schüler über Bücher. Mögliche, sinnvolle Fragestellungen zum Einstieg sind hierbei „Wie viele Bücher im Jahr lest ihr? Was haltet ihr grundsätzlich von Büchern? Brauchen wir sie bei einer solch weit fortgeschrittenen technologischen Entwicklung überhaupt noch? Falls ja, warum?“ . Somit gewinnt die Lehrkraft erste wichtige Eindrücke der Schüler im Bezug auf das Medium „Buch“.


Inputphase[Bearbeiten]

Nach dieser ersten Sammlung von Meinungen und Ideen zum Einstieg kommt es zu einer Überleitung vom Buch als Medium zum eigentlichen Thema, dem Buchdruck. Diese vollzieht der Lehrer, indem er zunächst- wie bereits beim Unterrichtseinstieg- versucht, Beiträge und Wissen der Schüler zur Geschichte des Buchdrucks zu sammeln. Da man allerdings davon ausgehen kann, dass dieses relativ begrenzt ist, geht er relativ bald über zur Input-Phase, in der er der Klasse sein Wissen zur Geschichte des Buchdrucks vermittelt. Die Frontalphase wird hierbei eher kurz gehalten, da der Unterricht in erster Linie auf eine möglichst selbständige Mitarbeit der Schüler ausgerichtet ist. Dementsprechend wird im Anschluss an die Frontalphase ein Film zur Geschichte des Buchdrucks gezeigt, z.B.:


Parallel dazu sollen die Schüler mindestens 5 wichtige Fragen notieren und diese beantworten können. Ziel der Lehrkraft ist es hierbei, die Schüler in die Lage zu versetzen, die wichtigsten, entscheidenden Informationen aus einem Medium - in diesem Fall einem Film - herausfiltern, hinterfragen und beantworten zu können. Somit wird die Fragekompetenz der Schüler gefördert und die Klasse bereits in der Inputphase zu einem aufmerksamem Zuhören und aktiver Mitarbeit angeregt. In diesem Fall sollen auch die verschiedenen Perspektiven / Meinungen zum Buchdruck erkannt werden. Hierzu erteilt der Lehrer einen entsprechenden Arbeitsauftrag:



  • Arbeitsauftrag: Analysiere den Film auf Unklarheiten sowie auf die Perspektive aus der dargestellten Sichtweise (z.B. aus der Perspektive der Kirche, der Bürger ,...) Welche Informationen fehlen dir?


Erarbeitungsphase[Bearbeiten]

  • In dieser Phase wird:
  1. Methodenkompetenz: Dekonstruktion - dadurch angeregt, dass die SuS mit verschiedenen Quellen arbeiten und somit auch verschiedene Perspektiven dargestellt bekommen. Sie müssen diese dann insofern dekonstruieren , dass ihnen klar ist, warum die jeweiligen Quellen unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Sie sollten auch wissen wie glaubwürdig die jeweilige Quelle dadurch ist.
  2. Sachkompetenz wird dadurch angeregt, dass überhaupt mit Quellen gearbeitet wird und diese mit historischen Methoden bearbeitet werden.


  • Schüler erhalten verschiedene Quellen aus unterschiedlichen Perspektiven sowie unterschiedlichen Gewichtungen. Die Quellen schreibt die Lehrkraft selbst zusammen, da in der Literatur keine extremen Standpunkte für oder gegen den Buchdruck vertreten sind. Es werden 4 Kleingruppen gebildet, die jeweils unterschiedliche Stellungnahmen erhalten z.B. aus Sicht des Klerus, aus Sicht des Adels, aus Sicht der Bürger und aus der Sicht der Bauern.
  • Die Kleingruppen bearbeiten die Quellen und stellen ihren Standpunkt dar (Darstellung der eigenen Quelle).
  • Arbeitsauftrag:
  1. Darstellung der eigenen Quelle (Standpunkt der jeweiligen Gesellschaftsschicht)
  2. Festhalten auf Folie / Plakat --> kann für Diskussionsrunde sowie zur Ergebnissicherung verwendet werden.
  3. Vorstellung der Ergebnisse vor den Mitschülern
  4. Ziel dieser Erarbeitungsphase ist, dass die SuS lernen aus unterschiedlichen Perspektiven, die Geschichte kennenzulernen und zu verstehen, d.h. je nachdem wer die Geschichte erzählt, ist der Standpunkt jeweils ein ganz anderer.
  • Vergleich der unterschiedlichen Quellenergebnisse (Diskussionsrunde)


Diskussionsphase[Bearbeiten]

  • In dieser Phase wird die Orientierungskompetenz dadurch angeregt, dass ein Vergleich zwischen den älteren damals vorhandenen Printmedien und den heutigen digitalen Medien (Internet etc...) stattfindet.
  • Vergleich ältere Printmedien/neuere digitale Medien: SuS sollen erkennen, welche Veränderungen der Wandel im Hinblick auf die Lesekompetenz und Lesefreude der SuS ausgelöst hat.
  • Ablauf: Der Lehrer übernimmt die Moderatorfunktion und leitet + steuert die Diskussionsrunde. Zu seinen Aufgaben zählen ebenfalls die Diskussion mit neuen Impulsen zu beleben oder falls notwendig einzugreifen.

Die SuS teilen sich dazu in vier Gruppen auf. Jeweils zwei Gruppen vertreten die älteren Printmedien und die anderen zwei Gruppen die heutigen digitalen Medien. Jede Expertengruppe erstellt ein Plakat, das jeweils zwei aus der Gruppe der anderen Gruppe vorstellen, woraus sich eine rege Diskussion entwickeln soll, "welche Auswirkungen und Veränderungen der technische Wandel auf den Schulltag und den üblichen Alltag hat." Ergebnissicherung: Durch die Plakaterstellung wird die Unterrichtsstunde gesichert.


Narration erstellen[Bearbeiten]

  • In dieser Phase wird die Methodenkompetenz: Rekonstruktion angeregt. Dies geschieht dadurch, dass die SuS mithilfe der vorher bearbeiteten Quellen einen Comic erstellen. Sie müssen also eine Erzählung über die Vergangenheit konstruieren, nur eben mit Hilfe von Darstellungen, die in einem Comic verwendet werden.
  • Zu Ergebnissicherung soll ein Comicdialog (Narration ) erstellt werden.
    • Arbeitsauftrag: Erstelle mit Hilfe von Pixton oder Playmobilmännchen und Power Point - ausgehend von dem Satz: „Wer braucht schon Bücher“ einen Comic.
    • Dieser Comic sollte auch die Darstellung, was der Buchdruck geleistet hat enthalten.
    • Der Comic wird anhand der zuvor bearbeiteten Quellen erstellt.
  • Um einen besseren Einblick zu erhalten ist es sinnvoll, die SuS in Gruppen einzuteilen um einzelne Abschnitte des Buchdrucks dazustellen (z.B. Gruppe 1: Wie funktioniert Buchdruck; Gruppe 2: Erfindung des Buchdrucks ; Gruppe 3: Auswirkungen des Buchdrucks;...)




Quellen[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Stephan Füssel - Gutenberg und seine Wirkung


  • Ilja Mieck - Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit


  • Elton - Europa im Zeitalter der Reformation


  • Reinhard Heinritz - Buchillustration als Kunstform


  • Meyers Jugendbibliothek - Die Geschichte des Buches


  • Füssel, Stephan: Gutenberg und seine Wirkung. Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 1999. Lizenzausgabe für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft/ Zweite Auflage 2004.


  • S.H. Steinberg: Die schwarze Kunst. Prestel Verlag, dritte Auflage, München 1988


  • Übers. u. dt. Bearb. Thiel, Hans Peter / Würmli, Marcus: Die Geschichte des Buches. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim 1996


  • Eisenstein, Elizabeth L.: Die Druckpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa. Springer-Verlag/ Wien 1997


Internet[Bearbeiten]