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# Übertragung der einleitenden Fragen auf die Quellen – vgl. mit den schriftlichen Quellen (normative Regelungen, Kritiken )  
 
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S können die Schritte der historischen Bildkunde anwenden (Methodenkompetenz, [[Grundlagen der historischen Kompetenzorientierung#Die De-Konstruktionskompetenz|Dekonstruktion]])
 
S können die Schritte der historischen Bildkunde anwenden (Methodenkompetenz, [[Grundlagen der historischen Kompetenzorientierung#Die De-Konstruktionskompetenz|Dekonstruktion]])
S. können zeittypische Merkmale benennen und die Mode in den jeweiligen historischen Kontext stellen (Sachkompetenz)
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S. können zeittypische Merkmale benennen und die Mode in den jeweiligen historischen Kontext stellen ([[Grundlagen der historischen Kompetenzorientierung#Die Historische Sachkompetenz|Sachkompetenz]] )
 
Über das rein Deskriptive hinaus sollen S. erkennen, dass Kleidung ein zeitloses Merkmal von Habitus, sozialer Stellung und Distinktion ist [[Grundlagen der historischen Kompetenzorientierung#Die Historische Orientierungskompetenz|(Orientierungskompetenz)]]
 
Über das rein Deskriptive hinaus sollen S. erkennen, dass Kleidung ein zeitloses Merkmal von Habitus, sozialer Stellung und Distinktion ist [[Grundlagen der historischen Kompetenzorientierung#Die Historische Orientierungskompetenz|(Orientierungskompetenz)]]
  

Aktuelle Version vom 1. Juli 2014, 13:28 Uhr

Kleidung und Mode früher und heute. Ein diachroner Ansatz zur Umsetzung kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Aspekte im Unterricht[Bearbeiten]

Werkrealschule 9. Klasse Umfang: 8 Unterrichtsstunden

Lernziele[Bearbeiten]

S. erkennen, dass Kleidung ein zeitloses Merkmal von Habitus, sozialer Stellung und Distinktion ist. S. machen sich fremde Identitäten bewusst und reflektieren ihre eigene kritisch. Perspektivwechsel und kritische Reflexion sollen die Toleranz stärken.

Vorbereitung[Bearbeiten]

S. sollen als Hausaufgabe Bilder der Eltern mitbringen. Wenn möglich können sie diese kommentierend beschreiben. Lehrperson dito.

Einstieg[Bearbeiten]

Entwicklung der Fragestellung[Bearbeiten]

Vorgabe von Fotos verschiedener aktueller Moden (Stereotypen aus Sub- und Hochkultur: Punks, Banker, Emo, Hippies, Skins, Modeschau...).Das schafft Gegenwartsbezug. Es implementiert die Möglichkeit, dass die S. später die gleichen Fragen an die Geschichte stellen (Förderung der historische Fragekompetenz. Zudem erkennen S., dass Geschichte mit Fragestellungen arbeitet, die von der Gegenwart inspiriert sind): S. raten Entstehungszeitraum und verorten die Bilder auf der Zeitleiste. Freies Assoziieren zulassen ("Der trägt das, der ist das") oder: Überlegt Euch, wieso tragen die diese Kleidung? Was tragt ihr? Sagt Kleidung etwas über uns aus? Schüler machen sich bewusst, dass Kleidung ein wesentlicher Bestandteil der (auch ihrer) Identität ist. Möglichkeit zu innerer Distanz. Arbeit auf dem Korkboard: Fragen und Ergebnisse werden hier memoriert

Historisieren des Problems[Bearbeiten]

Überleitung auf die Eltern (erster Schritt der Historisierung mit persönlichem Bezug). War das schon früher so? Ist das zeitlos? Was verändert sich? Schauen wir auf unsere Eltern S. zeigen die Privatfotos ihrer Eltern und beschreiben diese -> Bilder werden auf Zeitleiste angeordnet. Können wir gewonnene Fragen und Erkenntnisse auf diese Fotos übertragen? S. erkennen Unterschiede und Gemeinsamkeiten, benennen und bewerten diese. Versuch eines Regelaufbaus. Kennt ihr bestimmte Anlässe, bei denen man sich "anders" kleidet? Wie dann? (bequem, leger, förmlich...)

Entwicklung der Fragestellung Problematisierung, Regelfindung[Bearbeiten]

Überprüfen wir die gefundenen Regel in der Geschichte bzw. Finden wir eine Regel in der Geschichte? Weitere Überleitung mit der Zeitleiste auf Antike, Mittelalter, Neuzeit, Gliederung der Zeiträume liegt im Ermessen der Lehrperson

Erarbeitung[Bearbeiten]

Gruppenbildung und Aufgabenstellung[Bearbeiten]

Gruppen entsprechend der genannten Zeiträume (Antike, Mittelalter, Neuzeit). Vorgabe bildlicher und schriftlicher Quellen (normative, beschreibende und gesellschaftskritische Texte)

  1. Beschreibung der Quellen, Art, äußere Quellenkunde
  2. Beschreibung der Darstellungen, innere Quellenkunde
  3. Übertragung der einleitenden Fragen auf die Quellen – vgl. mit den schriftlichen Quellen (normative Regelungen, Kritiken )

S können die Schritte der historischen Bildkunde anwenden (Methodenkompetenz, Dekonstruktion) S. können zeittypische Merkmale benennen und die Mode in den jeweiligen historischen Kontext stellen (Sachkompetenz ) Über das rein Deskriptive hinaus sollen S. erkennen, dass Kleidung ein zeitloses Merkmal von Habitus, sozialer Stellung und Distinktion ist (Orientierungskompetenz)

Differenzierung[Bearbeiten]

S. sollen weitere bildliche und textliche Darstellungen finden und auf ihren Wert prüfen S. finden sich im Angebot des www zu Recht (Medienkompetenz) S. sollen sekundären Darstellungen, Texte mit ihren Ergebnissen auf Stimmigkeit und Triftigkeit hin überprüfen (Methoden- und Medienkompetenz) weitere Differenzierungsmöglichkeit: Aufzeigen zeittypischer Wechselbeziehungen zu Produktion, Gesellschaft und Politik (Bsp: etwa die besondere Stellung der Tuchherstellung im MA in Flandern oder den Reichsstädten. Textilwirtschaft als Schwungrad der Industriellen Revolution) Die Klasse und die einzelnen Gruppen arbeiteten und kommunizieren via EtherPad: konstruktivistisches Lernen wird gefördert bei gleichzeitiger, stetiger Ergebnissicherung, Lernkontrolle und Förderung der Medienkompetenz Überprüfung/Besprechung der Illustration, Zwischenergebnisse (Teil der Narration ) und des Ergebnisses im Klassenverband (Dekonstruktion) EtherPad (Medienkompetenz)

Erstellen der Narration[Bearbeiten]

Comic: Zeitreisender besucht einzelne Epochen stellt Kleidung vor und erklärt diese Vorgabe: Ziel der Erzählung: Finden einer Sequenz, die Fragestellung beinhaltet

  1. Erklärung der Überlieferung, Bedeutung des jeweiligen Artefacts
  2. Beschreibung des abgebildeten Kostüme
  3. Bedeutung dieser Kleidung

Schreiben eines Scripts, Storyboards, Erstellen eines Comics

Beispielhaft für das Themenfeld Antike[Bearbeiten]

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Reflexion, Zusammenfassung, Wiederaufnahme des Anfangs[Bearbeiten]

  1. S. können benennen, wie und unter welchen Bedingungen sich Geschmack ausbildet, was sich verändert, bzw. was gleichbleibt.
  2. Sie bewerten Mentalitäten, und stellen
  3. sich selbstreflektierend in die Geschichte. Wer gibt ihnen Orientierung, schreibt vielleicht sogar vor?

Übertrag des Ergebnisses in die Narration.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Nutzbare Quellen folgen früher oder später.

Rita Kopp, 500 Jahre Mode, Ostfildern 2008.

John Peacock, Kostüm und Mode - ein Bildhandbuch. Von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart, Bern; Stuttgart; Wien 2008.

Melissa Person Leventon (Hrsg.), Kostüme weltweit: Das illustrierte Nachschlagewerk der Bekleidung vom Altertum bis ins 19. Jahrhundert, Bern; Stuttgart, 2009.

Patricia Rieff Anawalt, Weltgeschichte der Bekleidung. Geschichte Traditionen Kulturen, Bern; Stuttgart; Wien 2007.

Waffen- und Kostümkunde: Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde, 1 (1897)-9(1921/22), N.F. 1=10 (1923/25) - 8=17 (1943/44,5/6), 3. F. 1=18 (1959) -

http://www.wissen.de/thema/die-kleidung-der-roemer (24.5.2013)

Beurteilung des Tools Strip Design[Bearbeiten]

Bedienung[Bearbeiten]

  • Intuitive Steuerung
  • Nach kurzer Einfindungsphase, problemlose Anwendung möglich

Anwendungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

  • Erstellung eines Comics erfolgt Seite um Seite
  • Seitendesign individuell gestaltbar (Layout)
  • Begrenzte, jedoch völlig ausreichende Möglichkeiten zur Textformation (Farbwahl, Effekte)

Kritik[Bearbeiten]

  • Kinderleichte Handhabung
  • Gut im Unterricht anwendbar, SuS dürften kaum Probleme mit der Anwendung von Strip Design haben