Bearbeiten von „Webquest-Methode“

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Unter dem Begriff „WebQuest“ ist ein Lehr- bzw. Lernarrangement zu verstehen, welches über das Internet abgerufen werden kann. Hierbei steht das problem- und handlungsorientierte Lernen in einer vorbereiteten Lernumgebung im Vordergrund.<ref> vgl. http://www.bpb.de/lernen/unterrichten/geschichte-begreifen/42321/webquests?p=all (04.06.2012) </ref> Das WebQuest wurde 1995 von Bernie Dodge und Tom March an der San Diego State University entwickelt.<ref> vgl. Bescherer, Christine (2007): Mathewebquest. http://www.bescherer.de/webquests (04.06.2012) </ref> Ursprünglich war es als Arbeitsme-thode für Erwachsene angedacht.  
 
Unter dem Begriff „WebQuest“ ist ein Lehr- bzw. Lernarrangement zu verstehen, welches über das Internet abgerufen werden kann. Hierbei steht das problem- und handlungsorientierte Lernen in einer vorbereiteten Lernumgebung im Vordergrund.<ref> vgl. http://www.bpb.de/lernen/unterrichten/geschichte-begreifen/42321/webquests?p=all (04.06.2012) </ref> Das WebQuest wurde 1995 von Bernie Dodge und Tom March an der San Diego State University entwickelt.<ref> vgl. Bescherer, Christine (2007): Mathewebquest. http://www.bescherer.de/webquests (04.06.2012) </ref> Ursprünglich war es als Arbeitsme-thode für Erwachsene angedacht.  
  
Aufgaben sollten mithilfe der Möglichkeiten des Internets bearbeitet, untersucht, durchdacht, analysiert und diskutiert werden. Auch für den Schulunterricht stellt diese [[Allgemeine Unterrichtsmethoden|Wort im Text]] eine abwechslungsreiche Form des Lehrens und Lernens dar, die dem herkömmlichen Frontalunterricht gegenübersteht.<ref> vgl. http://www.web-quests.de/index.php?PHPSESSID=ad66f4f18e87bcc52833bb75a203c86b&se=1&page=14 </ref> Es lässt sich didaktisch dem Konstruktivismus zuordnen. Die Schüler/innen(SuS) sollen ausgehend von einer situativen Problemstellung zu einem bestimmten Thema, viel Spielraum haben, ihren Lernprozess selbst gestalten. Nicht das Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Weg dorthin im eigenständigen Lernen. Die SuS erarbeiten in Kleingruppen Aufgaben zu verschiedenen Themen, wobei sie ihre Fach-, Medien- und Sozialkompetenzen erweitern können. Dabei helfen ihnen, die von der Lehrkraft bereitgestellten [[Quelleninterpretation#Was ist eine Quelle?|Quellen]] oder / und Materialien. Die SuS sollen nun mithilfe dieser vorbereiteter Internetquellen, einzelne Fragen bearbeiten.<ref> vgl. http://www.medieninfo.bayern.de/download.asp?DownloadFileID=ebfcddaa37699fb3df6ed7514083ba69 (04.06.2012) </ref> Hierdurch werden die entdeckungsorientierten Aktivitäten der SuS gefördert.  
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Aufgaben sollten mithilfe der Möglichkeiten des Internets bearbeitet, untersucht, durchdacht, analysiert und diskutiert werden. Auch für den Schulunterricht stellt diese Methode eine abwechslungsreiche Form des Lehrens und Lernens dar, die dem herkömmlichen Frontalunterricht gegenübersteht.<ref> vgl. http://www.web-quests.de/index.php?PHPSESSID=ad66f4f18e87bcc52833bb75a203c86b&se=1&page=14 </ref> Es lässt sich didaktisch dem Konstruktivismus zuordnen. Die Schüler/innen(SuS) sollen ausgehend von einer situativen Problemstellung zu einem bestimmten Thema, viel Spielraum haben, ihren Lernprozess selbst gestalten. Nicht das Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Weg dorthin im eigenständigen Lernen. Die SuS erarbeiten in Kleingruppen Aufgaben zu verschiedenen Themen, wobei sie ihre Fach-, Medien- und Sozialkompetenzen erweitern können. Dabei helfen ihnen, die von der Lehrkraft bereitgestellten [[Quelleninterpretation#Was ist eine Quelle?|Quellen]] oder / und Materialien. Die SuS sollen nun mithilfe dieser vorbereiteter Internetquellen, einzelne Fragen bearbeiten.<ref> vgl. http://www.medieninfo.bayern.de/download.asp?DownloadFileID=ebfcddaa37699fb3df6ed7514083ba69 (04.06.2012) </ref> Hierdurch werden die entdeckungsorientierten Aktivitäten der SuS gefördert.  
  
 
Wie sich aus dem Wort „WebQuest“ bereits erschließen lässt, handelt es sich in erster Linie um das Recherchieren der Lösungen von Aufgaben durch das Internet („Web“ + „Quest“ = „Internetsuche“). Man kann den Begriff allerdings auch frei mit „abenteuerliche(r) Spurensuche im Internet“ übersetzen.<ref> vgl. Gerber, Sonja (2004): Einführung in die WebQuest-Methode. Überblick für Eilige. http://www.webquests.de/eilige.html (04.06.2012) </ref> Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Beantwortung der Fragen, sondern vielmehr der Weg und die Organisation des Lösungsprozesses. Die SuS lernen während dieses Arbeitsprozesses das Internet unterschiedlich zu nutzen. Es dient beispielsweise als Informationsquelle und Recherchemedium, als Medium der Kommunikation und als Medium zur Publikation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen und -prozessen.<ref> http://www.web-quests.de/index.php?PHPSESSID=ad66f4f18e87bcc52833bb75a203c86b&se=1&page=14 </ref> Für den deutschsprachigen Raum wurden WebQuests vom Schweizer Medienpädagogen Heinz Moser übernommen und in einigen Punkten weiterentwickelt und verändert. Das Internet bleibt nun nicht mehr das einzige Informationsbeschaffungsmedium, sondern wird durch andere Ressourcen wie Bücher, Zeitschriften und CD-ROMs ergänzt. Eine weitere Veränderung ist der Stellenwert der Präsentation der Arbeitsergebnisse im gesamten Arbeitsprozess. Diesem Baustein wird mehr Bedeutung zugetragen.<ref> vgl. Moser, Heinz (2008): Abenteuer Internet: WebQuests und Lernmodelle. Zürich: Verlag Pestalozzi-anum </ref> Heinz Moser unterscheidet zwischen den kurzfristigen WebQuests (Short Term WebQuest) und den langfristigen (Longer Term WebQuest).<ref> vgl. Aplanalp, Christoph S. (1997): Möglichkeiten, Chancen und Grenzen des Lernens mit dem Internet im Vergleich zu traditionellen Aus- und Weiterbildungsformen sowie Auswirkungen auf die Rolle der Lehrkräfte - eine kritische Analyse. http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/paedpsych/NETSCHULE/LITERATUR/Abplanalp97.html </ref>  
 
Wie sich aus dem Wort „WebQuest“ bereits erschließen lässt, handelt es sich in erster Linie um das Recherchieren der Lösungen von Aufgaben durch das Internet („Web“ + „Quest“ = „Internetsuche“). Man kann den Begriff allerdings auch frei mit „abenteuerliche(r) Spurensuche im Internet“ übersetzen.<ref> vgl. Gerber, Sonja (2004): Einführung in die WebQuest-Methode. Überblick für Eilige. http://www.webquests.de/eilige.html (04.06.2012) </ref> Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Beantwortung der Fragen, sondern vielmehr der Weg und die Organisation des Lösungsprozesses. Die SuS lernen während dieses Arbeitsprozesses das Internet unterschiedlich zu nutzen. Es dient beispielsweise als Informationsquelle und Recherchemedium, als Medium der Kommunikation und als Medium zur Publikation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen und -prozessen.<ref> http://www.web-quests.de/index.php?PHPSESSID=ad66f4f18e87bcc52833bb75a203c86b&se=1&page=14 </ref> Für den deutschsprachigen Raum wurden WebQuests vom Schweizer Medienpädagogen Heinz Moser übernommen und in einigen Punkten weiterentwickelt und verändert. Das Internet bleibt nun nicht mehr das einzige Informationsbeschaffungsmedium, sondern wird durch andere Ressourcen wie Bücher, Zeitschriften und CD-ROMs ergänzt. Eine weitere Veränderung ist der Stellenwert der Präsentation der Arbeitsergebnisse im gesamten Arbeitsprozess. Diesem Baustein wird mehr Bedeutung zugetragen.<ref> vgl. Moser, Heinz (2008): Abenteuer Internet: WebQuests und Lernmodelle. Zürich: Verlag Pestalozzi-anum </ref> Heinz Moser unterscheidet zwischen den kurzfristigen WebQuests (Short Term WebQuest) und den langfristigen (Longer Term WebQuest).<ref> vgl. Aplanalp, Christoph S. (1997): Möglichkeiten, Chancen und Grenzen des Lernens mit dem Internet im Vergleich zu traditionellen Aus- und Weiterbildungsformen sowie Auswirkungen auf die Rolle der Lehrkräfte - eine kritische Analyse. http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/paedpsych/NETSCHULE/LITERATUR/Abplanalp97.html </ref>  

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